50 Jahre Verbraucherschutz durch die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel

22.01.2013

Sie können froh sein, dass Sie kein fabrikneues Sofa sind. Denn in diesem Fall würden wir Ihnen jetzt zunächst 30.000 Mal das Gewicht eines 80 Kilogramm schweren Mannes auf den Schoß plumpsen lassen – nur um auszutesten, ob Sie es mit dem „Goldenen M“ aufnehmen können. Und das wäre nur eines von mehreren Prüfkriterien, denen Sie sich noch stellen müssten. Aber da Sie heute unsere Gäste sind, verzichten wir auf eine solche Vorgehensweise und blicken lieber auf die fünf erfolgreichen Jahrzehnte zurück, in denen sich die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel als der Kontrolleur in der deutschen Möbelindustrie etabliert hat, der mit dem „Goldenen M“ das einzige in Deutschland offiziell anerkannte Gütezeichen für Möbel verleiht und damit den strengsten Nachweis für überprüfte Möbelqualität in ganz Europa erbringt.

Wir blicken zurück auf eine hervorragende Entwicklung unserer Gütegemeinschaft und eine nachhaltige Etablierung auf dem nationalen und internationalen Möbel-markt. Gemeinsam ist es uns gelungen, den Qualitätsgedanken und die Werte der DGM konsequent einzuhalten und den Bekanntheitsgrad unseres Gütezeichens beim Verbraucher ständig zu steigern.

Als vor 50 Jahren mit dem „Arbeitskreis Deutscher Stilmöbel“ ein kleiner Kreis namhafter Möbelhersteller den Versuch startete, den Verbrauchern die Themen Qualitätsbewusstsein, garantierte Sicherheit und gesundes Wohnen näher zu bringen, konnte keiner ahnen, dass sich daraus eine Gütegemeinschaft entwickelt, der sich bis heute weit über 120 Mitglieder angeschlossen haben. Diese Firmen stellen die Champions League unter den Herstellern dar, die mit ihren Innovationen die Entwicklung der gesamten Branche prägen. Bereits 1963 wurden die Grundgedanken der heutigen Gütegemeinschaft definiert und Qualitäts-anforderungen in Form von Güte- und Prüfbestimmungen sowie deren Kontrolle und Einhaltung durch die Einbindung von Sachverständigen beziehungsweise Mö-belprüfern mit dem Ziel bestimmt, bei einer neutralen Institution Anerkennung zu erlangen. Heute gelten die Prüfkriterien „Gesundes Wohnen“, „Haltbarkeit & Gebrauchstauglichkeit“, „Funktionalität“ und „Service“ an oberster Stelle. Neben den qualitativen Kriterien stehen auch der Schutz der Umwelt und der Gesundheit, Nachhaltigkeit sowie Schonung der Umweltressourcen seit vielen Jahren im Focus der Gütegemeinschaft. Als weiterer Erfolgsfaktor sind die Medien zu nennen, die von Anfang an mit eingebunden waren und bei der Kommunikation mit den Verbrauchern einen wichtigen Beitrag geleistet haben.  

Einen Meilenstein markiert das Jahr 1992, als die Kooperation mit der Stiftung Warentest zu einem starken Standbein wurde. Das Ergebnis ist der mittlerweile in der dritten Auflage erschienene Ratgeber „Möbel kaufen – Qualität erkennen“. Damit konnte erstmalig ein allgemeingültiger Draht zu den Verbrauchern gespannt werden, der auf großem Vertrauen beruht. Der 224 Seiten starke Ratgeber hilft Möbel-interessierten dabei, ihre Einrichtung optimal zu planen und gibt praktische Tipps für den Kauf des richtigen Mobiliars. Neben einer Material- und Warenkunde bekommen die Leser Hinweise, wie sie gute Qualität erkennen und wie man Möbel richtig pflegt. Zusätzlich behandelt der Ratgeber aktuelle Themen wie Gesundheit und Umwelt, Wohnen mit Kindern und die Rechtslage beim Möbelkauf.  

Im Rahmen der Feierlichkeiten freuen wir uns bei unserer Abendveranstaltung am Freitag, 18. Januar 2013, 18:30 Uhr, im Congress-Centrum Nord auf mehr als 200 geladene Gäste. Mit großer Spannung wird der Vortrag unseres Gastredners  Professor Franz-Josef Radermacher, der als Vorstand des Forschungsinstitutes für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung sowie C4-Professor für „Datenbanken und Künstliche Intelligenz“ an der Universität Ulm tätig ist, erwartet.

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