Möbelkauf mit allen Sinnen

05.09.2013

Aussehen ist das eine - aber auch bei einem Möbelstück zählen die "inneren" Werte. Denn über die Qualität sagt das Äußere nur wenig aus. Material, Verarbeitung und die richtige Passform müssen stimmen, wenn die Freude am neuen Stuhl, Tisch oder Schrank nicht von kurzer Dauer sein soll. "Die Kunden sollten sich im Geschäft nicht allzu sehr auf den ersten Eindruck, also auf die Augen verlassen. Sie sollten ruhig erst mal alle gewohnten Sitz- und Liegepositionen ausprobieren oder Türen und Schubladen auf ruckelloses Öffnen hin testen", rät Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM).

Jedes Möbel kann nach unterschiedlichen Kriterien begutachtet werden. Während beispielsweise bei einem Polstermöbel der Komfort an erster Stelle stehen dürfte, so kommt es bei einem Schrank eher auf problemloses Öffnen von Türen und die sichere Standfestigkeit an. "Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte im Handel nach dem "Goldenen M" Ausschau halten", rät Jochen Winning. Das von der DGM vergebene Gütezeichen ist der einzige in Deutschland offiziell anerkannte Nachweis für Möbelqualität und Möbelsicherheit. Nur diejenigen Möbelstücke, die alle strengen Kriterien erfüllen, dürfen mit dem "Goldenen M" werben. Der Möbelexperte empfiehlt den Käufern gar, keine Scheu davor zu haben, jedes Möbel - im normalen Rahmen - so zu testen, wie man es auch später zu Hause zu nutzen gedenkt. "Es bringt herzlich wenig, wenn man ein Bett hübsch findet und mit der Hand die Weichheit der Matratze testet. Da heißt es dann, Schuhe aus und entspannt Probeliegen. Nur so kann man einschätzen, ob das Bett für viele Jahre das Kernstück im heimischen Schlafzimmer darstellen könnte", so Winning.

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