Massivholzmöbel: Das zeichnet Unikate aus der Natur aus

07.05.2015

Massivholzmöbel: Das zeichnet Unikate aus der Natur aus

Massivholzmöbel: Das zeichnet Unikate aus der Natur aus

Fürth. Massivholzmöbel besitzen eine ganz besondere Ausstrahlung: Kein Baum gleicht dem anderen und selbst das Holz desselben Baumes besitzt unzählige Farb- und Strukturnuancen. Doch wie massiv muss ein Massivholzmöbel sein, damit es diesen wohlklingenden Namen tragen darf? „Geregelt wird das durch unterschiedliche DIN-Normen und wettbewerbsrechtliche Festlegungen“, erklärt Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM).

Um Licht in das Regelungsdickicht zu bringen und dem Verbraucher eine einfache Orientierungshilfe beim Möbelkauf zu bieten, prüft die Gütegemeinschaft Möbel nach den Güte- und Prüfbestimmungen des RAL-Gütezeichens 430. „Werden von der DGM Massivholzmöbel geprüft, dann erhalten sie das begehrte RAL-Gütezeichen ‚Goldenes M‘ nur, wenn auch wirklich alle Voraussetzungen dafür gegeben sind“, so Winning. Bei den Tests werden Faktoren berücksichtigt, die für jeden Besitzer eines massiven Möbelstücks interessant sind. Zum einen wird die verwendete Holzart unter die Lupe genommen, denn nur geeignete Hölzer verschaffen dem Möbelstück eine lange Lebensdauer. „Üblich für die Herstellung von Massivholzmöbeln sind zum Beispiel Ahorn, Birke, Buche, Eibe, Eiche, Erle, Esche, Fichte, Kiefer, Kirschbaum, Lärche und Nussbaum. Alle diese Arten sind langlebig und den Anforderungen des Alltags gewachsen“, so der DGM-Geschäftsführer. Für eine weitere Erhöhung der Stabilität ist außerdem der Einsatz von Leimholzplatten erlaubt. Dabei werden einzelne Holzlamellen mit schadstoffarmem Leim zu einem Plattenwerkstoff zusammengesetzt, der dann als Möbelbasis dient. „Außerdem darf sich ein Möbel massiv nennen, wenn die Rückwände und Schubkastenböden aus Holzwerkstoffen gefertigt sind. Allerdings müssen dann alle anderen Teile aus massivem Holz der gleichen Holzart bestehen.“

Massivholzmöbel leben und arbeiten

Massives Holz ist ein Naturprodukt – und dadurch „lebt“ es auch. Im Laufe der Zeit kann sich beispielsweise die Farbe ändern oder es entstehen kleine Haarrisse. „Das ist allerdings völlig normal und beeinträchtigt die Haltbarkeit und den Wert des Möbelstücks nicht. Dazu kommen Farb- und Strukturunterschiede, Verwachsungen und Spuren von Ästen, die als Echtheitsmerkmal gelten und jedes Möbel zu einem Unikat werden lassen. Auch auf schwankende Raumtemperaturen und Luftfeuchtigkeit reagiert das Holz: es „arbeitet“, nimmt Raumfeuchte auf und gibt sie wieder an die Umgebung ab. „Hier lautet mein Tipp: Das optimale Raumklima für Möbel aus Massivholz liegt bei etwa 19 bis 23 Grad Raumtemperatur und einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 65 Prozent. Diese Werte sind allerdings nicht nur gut für Möbel – auch für den Menschen sind solche Bedingungen ideal“, schließt Winning. DGM/DS

Weitere Informationen gibt es unter www.dgm-moebel.de

23. April 2015

Zurück