WASSERBETTEN

Wasserbetten haben in den vergangenen Jahren einen stetig steigenden Marktanteil erreicht. Knapp 5% aller Menschen in Deutschland schlafen darin – und die meisten davon schwören darauf. Wer nicht zufrieden ist, hat häufig keine gute Beratung genossen, keinen Fachservice erhalten oder ein schlecht verarbeitetes Produkt erwischt. Denn Wasserbett ist nicht gleich Wasserbett – und auch kein Wassersack, den man nach Erfordernis bloß füllen oder entleeren muss. Durch Fehlinformation kommt es oft zu Unsicherheiten und Vorurteilen. Nachfolgend die häufig gestellten Fragen und ihre Antworten:

Beratung

ist das A und O beim Wasserbett. Nur der erfahrene Fachhandel kann dem Kunden sein Wasserbett "nach Maß" zusammenstellen unter Berücksichtigung von Größe, Körpergewicht, Statur, orthopädischen Aspekten - angepasst an das individuelle Budget. 

Folien

"Je dicker je besser" stimmt nicht unbedingt. Die Folie muss dauerhaft elastisch und knickbeständig sein. Qualitätshersteller verwenden Vinyl, das nachweislich auf Schadstoffbelastung und Dauerhaltbarkeit getestet wurde.

Gewicht

Ein vollvolumiges Wasser-Doppelbett mit einer Füllhöhe von mindestens 20 cm bringt auf eine Fläche von zwei Quadratmeter ein Gewicht von rund 250 Liter gleich Kilogramm. Das entspricht dem Gewicht von drei bis vier stehenden Personen auf gleicher Fläche und ist selbst für Altbauten und Fachwerkhäuser in den allermeisten Fällen kein Thema.

Lebenserwartung

"zehn plus…"!  Bei guter Qualität kann man von über zehn Jahren Lebensdauer eines Wasserbettes ausgehen, es wird auch von wesentlich älteren Betten berichtet. Einzelne Komponenten können bei Bedarf getauscht werden. Unterhaltungskosten durch ein- bis zweimal jährlichen Wasserzusatz ("Konditionierer") und Vinylpflege dankt das Bett durch längere Haltbarkeit. Zu achten ist auf die Qualität des Flies-Innenlebens. Hier sollte man Matratzen mit Fliesen wählen, die bis zum inneren Matratzenrand reichen und in sich befestigt sind. Auch Flies-Qualitäten sind unterschiedlich hinsichtlich ihrer Wasserverträglichkeit, was sich im Verhalten des Innenlebens über die Jahre widerspiegelt. Schlechte Fliese lösen sich beispielsweise auf. Der möglicherweise über einer Standard-Matratze liegende Anschaffungspreis macht sich bezahlt, da sich die Matratzen nicht durchliegen und formstabil bleiben. Einzelteile aus verschiedenen Vinylen dürfen nicht kombiniert werden. Unabdinglich ist eine fachgerechte Montage.

Medizinische Argumente

Angezeigt u. a. bei Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen aufgrund von Bandscheibenverschleiß der Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule, bei Verschleiß der Kreuzgelenke, bei Arthrose, Rheuma, Skoliose/Kyphose, Flachrücken, Rückenschmerzen aufgrund muskulärer Verspannungen, Allergien, Durchliegen (Dekubitus) etc. Die Wirbelsäule kann ihre physiologische Form einnehmen und wird in dieser Lage unterstützt (nicht zu vergleichen mit Hängematte oder Weichschaum). Individuell passendes Innenleben und angeglichene Füllmenge ermöglichen die anatomisch richtige Lage. Schnelleres und leichteres Erreichen der Tiefschlafphasen mit Produktion des Wachstums- und Regenerationshormons STH. Gleichmäßige Durchblutung des Gewebes, Gliedmaßen schlafen nicht mehr ein. Besseres Durchschlafen durch weniger Drehen und Wenden. Das Schlafsystem kann durch Abwischen der Matratzen und Waschen der Auflage in stets hygienisch einwandfreiem Zustand gehalten werden.

Platzen

Auf Wassermatratzen lastet kein Druck, daher können sie nicht platzen. Mechanisch hervorgerufene Defekte des Matratzen-Vinylkerns lassen sich mit Wasserbett-Flickzeug gut reparieren. Bei fachmännischer Reparatur bleibt die Lebensdauer unbeeinträchtigt. Hinausgetropftes Wasser sammelt sich in einer Sicherheitswanne.

Schaukeln

Die Intensität der Bewegung ist vom Innenleben - der sogenannten "Beruhigung" oder "Dämpfung" abhängig. Standard ist eine Beruhigung durch Fliese. Sie wird in Prozent, Sekunden oder durch die Anzahl der Flieslagen angegeben. Am genauesten für den Vergleich einzelner Systeme ist die Angabe in Sekunden da Flieslagen unterschiedlich stark sein können. Zusätzlich werden Rückenunterstützungen (LS, Lumbar Support) angeboten. Die Annahme, ein Wasserbett sei allein durch die Wassermenge zu regulieren, ist falsch. Die Wassermenge spielt bei der Befüllung eine Rolle, um den Liegekomfort an das individuelle Körpergewicht anzupassen.

Schlauch- und Röhrensysteme

Sie sind nach den Kriterien des Fachverbandes Wasserbett e.V. und der RAL-GZ 430 keine vollwertigen Wasserbetten, da sie nicht die ergonomischen Eigenschaften aufweisen wie vollvolumige Systeme. Geworben wird oft mit "einfacherer Handhabung" und "leichterem Abbau bei Umzügen". Dies geht aber deutlich zu Lasten des Liegekomforts.

Strom - Kosten und Risiken

Ein Doppelbett mit zwei getrennten Wassermatratzen und zwei Heizsystemen verbraucht etwa 1,32 kWh/Tag. Der genaue Wert ist abhängig von der regulierbaren Heizungstemperatur, Außentemperatur, Lüftungsverhalten, Isolation, Bettgröße, Betttyp etc.

Die Heizelemente sind durch zwei Folien vom Wasser getrennt – die der Matratze und die der Sicherheitswanne. Zusätzlich sind moderne Qualitätsheizungen wasserdicht verarbeitet, meist GS/TÜV-geprüft und strahlungsarm. Wer auf Strom im Schlafzimmer völlig verzichten möchte kann die Heizung nachts abschalten – die Temperatur sinkt praktisch unmerklich um ca. 1° C.

Wellness

Man muss nicht krank sein, um ein Wasserbett zu genießen. Der intensivere und qualitativ bessere Schlaf sorgt für bessere Fitness und optimierte Leistungsfähigkeit am nächsten Tag.

Vorteile

Gleichmäßige Druckverteilung und optimale Körperanpassung, Punktelastizität, Formstabilität und Dauerhaltbarkeit, Hygiene, regulierbare Wärmezufuhr statt Wärmeentzug.

Weitere Verbraucherinformationen unter www.fachverband-wasserbett.de